Fort- und Weiterbildung - entscheidend für die Zukunft

Die schulische Bildung sowie die Fort- und Weiterbildung werden als zentrale gesellschaftliche Aufgaben angesehen. Jeder Einzelne ist aber dafür verantwortlich, in welchem Umfang er die vielfältigen Angebote wahrnimmt.

Wer heute sechzig Jahre alt ist und in den 1960 und 1970er Jahren zur Schule gegangen ist, eine Ausbildung gemacht oder studiert hat, ist mit Computern während der Schul- und Studienzeit noch nicht in Berührung gekommen. Sich in diese neue Entwicklung einzuarbeiten, war eine große Aufgabe für die Fort- und Weiterbildung. Diese kann der Einzelne für sich selbst leisten, indem er sich Lehrbücher kauft und diese in Eigenregie durcharbeitet. Andere haben die Bedienungsanleitungen der Computerhersteller studiert und die Anwenderprogramme Schritt für Schritt ausprobiert.

Doch der Staat hat auch ein Weiterbildungsgesetz, mit dessen Hilfe den Kommunen Mittel bereitgestellt werden, die sie in die Lage versetzen, Volkshochschulen zu betreiben. Dort werden neben vielen Sprachkursen auch Kurse zum kaufmännischen Rechnen, zu EDV-Anwenderprogrammen und vielen anderen Sachgebieten durchgeführt. Zweimal im Jahr erscheinen dicke Programmhefte, aus denen man sich den passenden Kurs heraussuchen kann. Selbstverständlich präsentieren die Volkshochschulen ihr Angebot für Fort- und Weiterbildung in einem Internet-Portal, über das man die Kurse auch gleich buchen kann.

Viele Berufsorganisationen bieten Fortbildungsveranstaltungen an. In vielen Tätigkeiten ist die berufliche Weiterbildung sogar zwingend vorgeschrieben und muss nachgewiesen werden. Damit stellen Firmen und Verbände sicher, dass die Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand der Technik sind und neue Entwicklungen in ihrem Arbeitsgebiet kennen. Es liegt aber im ureigensten Interesse jedes Einzelnen, lebenslang eine Fort- und Weiterbildung zu betreiben. Denn nur so kann der Anschluss an die rasanten Entwicklungen auf vielen Wissensgebieten gehalten werden. Das Wissen erweitert und verbreitet sich heute viel schneller als noch vor vierzig oder vor zwanzig Jahren. Nur wer mit den aktuellen Entwicklungen in seinem Fachgebiet vertraut ist und neue Trends in der Gesellschaft versteht, kann den Anschluss an die Modernität halten. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bildungsbereich seine Angebote in den kommenden Jahren noch stark erweitert.