In den aktuell schwierigen, wirtschaftlichen Zeiten mit drohender Arbeitslosigkeit und anhaltender Kurzarbeit ist eine Branche von der Krise weniger betroffen als andere - die Zeitarbeits-Firmen.
Über Jahre hatten Zeitarbeits-Firmen ein nicht sehr positives Image, trotz aller Erfolge, die die Branche in den letzten Jahren und Jahrzehnten erzielt hat. Insbesondere Gewerkschaften und andere Arbeitnehmervertreter konnten dem Bild des Zeitarbeitnehmers lange nichts Positives abgewinnen und sperrten sich gegen diese Art der Beschäftigung.
In schweren Zeiten, wir wir sie gerade jetzt mit Weltwirtschafts- und Euro-Krise erleben, scheint die Branche der Zeitarbeits-Firmen aber ein möglicher Weg aus der Krise zu sein. Anstatt die staatlich geförderte Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen, die eine zusätzliche Belastung für die öffentlichen Haushalte darstellt und letztlich von der gesamten Bevölkerung finanziert werden muss, bietet die Zeitarbeit eine mögliche Alternative. Unternehmen, die Zeitarbeitnehmer einsetzen, können wesentlich flexibler auf sich ändernde Marktgegebenheiten reagieren als Unternehmen, die nur mit einer festen Belegschaft arbeiten. Und dies gilt nicht nur in Zeiten der Krise, sondern auch und insbesondere für Zeiten des Aufschwungs, denn Zeitarbeits-Firmen sind in der Lage, sehr kurzfristig qualifiziertes Personal zu liefern. Somit können Unternehmen flexibel bei Auftragseingängen reagieren und sicherstellen, dass sie termingerecht arbeiten.
Und auch für Arbeitnehmer bieten sich vielfältige Chancen. Wer eine gewisse Erfahrung in verschiedenen Unternehmen und mit unterschiedlichen Aufgaben nachweisen kann, stellt seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Und alleine der Aspekt, sich auf diese andere Art der Beschäftigung einzulassen, ist ein großer Pluspunkt für den weiteren Lebenslauf. Wer sich in Zeiten der Krise engagiert und flexibel gezeigt hat, kann in Zeiten des Aufschwungs wohl eher damit rechnen, für eine Einstellung berücksichtigt zu werden, als jemand, der in seinen alten Bahnen verharrt hat und nicht bereit war, etwas Neues auszuprobieren. Und da auch die Branche der Zeitarbeit mittlerweile über Tarifverträge und Rahmenbedingungen für Arbeitsverträge verfügt, braucht auch niemand zu fürchten, unter die Räder zu kommen oder ausgebeutet zu werden.
14. Juni 2010