Es dauert einige Wochen, bis man die möglichen Schlaganfall Folgen realistisch einschätzen kann. Die möglichen Beeinträchtigungen der Betroffenen können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen.
Der Schlaganfall kommt neben dem Herzinfarkt meist völlig überraschend und führt tragischerweise oftmals zum Tod. Die betroffenen Altersgruppen werden immer jünger, mitunter trifft es sogar vermeintlich gesunde Kinder.
Schlaganfall Folgen lassen sich erst Wochen nach dem Vorfall einschätzen, da die Beeinträchtigungen sich zwar oft ähnlich sind, aber von Fall zu Fall einen sehr unterschiedlichen Verlauf haben können. Lähmungen im Gesicht und in den Extremitäten gehören zu den häufigen Symptomen, die dauerhaft zurückbleiben können. Wurde die linke Hirnhälfte geschädigt, kommt es oftmals zu Sprachstörungen. Eine Lähmung der Sprechmuskulatur kann nicht nur den kompletten Ausfall der Sprachfähigkeit zur Folge haben, sondern auch den Schluck- und Würgreflex weitgehend ausschalten. Hierbei droht Erstickungsgefahr und die betroffenen Personen sollten möglichst nicht alleine bleiben. Weitere Schlaganfall Folgen können die Schließmuskulatur der Harnblase treffen und somit bis zur Inkontinenz führen. Das Halten des Urins fällt dann sehr schwer oder es ist überhaupt nicht mehr möglich den Harndrang einzuschätzen.
Weitere Spätfolgen sind eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit, ein schlechtes Gedächtnis, mangelnde Konzentration und fehlende Aufmerksamkeit. Dies ist oft nur sehr schwer für die Betroffenen zu ertragen, weil sie einerseits klar denken können, andererseits aber genau registrieren, in wie vielen Bereichen sie nicht mehr so einsatzfähig sind wie früher. Oft folgen Depressionen, Stimmungsschwankungen und tiefe Traurigkeit. Viele Menschen verändern ihre Persönlichkeit und aus ehemals friedfertigen Zeitgenossen werden notorische Nörgler. Die Angehörigen geraten dadurch oft an ihre persönlichen Grenzen und sind völlig überfordert, weil sie diese ungerechten Handlungsweisen und fehlende Empathie nicht verstehen können. In solchen Fällen sollte den Betroffenen eine Behandlung bei einem erfahrenen Psychotherapeuten ermöglicht werden. Familie und Freunde finden Hilfe und Verständnis in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige. Der Austausch mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen kann sehr tröstend und stärkend sein.
22. Juni 2010