Die meisten von uns kennen das Beine kribbeln nur in kurzer Form. Wenn das Kribbeln allerdings nicht mehr weggeht oder öfter auftritt, kann das unterschiedliche Ursachen haben, die abgeklärt werden müssen.
Wenn die Beine kribbeln sind diese umgangssprachlich meist einfach nur „eingeschlafen“. Damit meint man eine kurzzeitige Durchblutungsstörung, die durch eine ungünstige Stellung des Beines verursacht wird. Durch eine Bewegung der Beine ist das Kribbeln meist innerhalb weniger Minuten verschwunden.
Manches Mal tritt das Beine kribbeln allerdings auch in einer krankhaften Form auf. Dies dauert dann meistens länger und geht kaum noch weg. Die Ursachen für dieses Symptom können unterschiedlich sein. Aus diesem Grund sollte man dies auf jeden Fall abklären lassen.
Das Beine kribbeln aufgrund von Rückenproblemen ist das häufigste Krankheitsbild. Da an der Wirbelsäule die wichtigsten Nerven entlang führen, kann eine Fehlstellung oder Verletzung der Wirbelsäule erhebliche Schäden des Nervensystems mit sich bringen. Auch das Einklemmen eines Nervs in der Wirbelsäule kann zu diesen Symptomen führen. Die Untersuchung dieses Krankheitsbildes erfolgt meist bei einem Neurologen. Dieser versucht mit unterschiedlichen Methoden, die Reaktionsfähigkeit der Beine zu testen, um so die Ursache des Problems zu finden. Die zweite häufige Ursache, warum Beine über einen längeren Zeitraum hinweg kribbeln können, ist eine chronische Durchblutungsstörung. Diese kann zum Beispiel durch eine Verengung der Blutgefäße oder durch eine Missbildung der Blutgefäße verursacht werden. Aufschluss gibt hier ein Besuch beim Venerologen. Mithilfe eines speziellen Ultraschallgerätes wird der Zustand der Venen an den Beinen überprüft. Besteht der Verdacht auf eine Venenverengung, gibt es verschiedene operative Möglichkeiten, diese zu weiten beziehungsweise das verengte Venenstück durch eine andere Vene zu ersetzen. Der Blutfluss wird dadurch wiederhergestellt und das Kribbeln in den Beinen sollte wieder verschwinden.
Um einem Problem mit den Venen oder der Wirbelsäule entgegen zu wirken, sollte man sich viel bewegen und Übergewicht vermeiden. Nur durch die Bewegung können Muskeln aufgebaut werden, die die Wirbelsäule und die Bandscheiben stützen. Durch die Anregung des Kreislaufs wird zusätzlich die Durchblutung gefördert.
22. September 2010